Liebe Mitmenschen in der Pfarrei Papst Johannes,          

aus den Medien erreichte Sie bereits die Meldung, dass in NRW ab dem 1. Mai wieder öffentliche Gottesdienste gefeiert werden können. Für viele ist das eine gute Nachricht. Auch ich freue mich, wieder gemeinschaftlich und öffentlich Gottesdienst feiern zu können. Zugleich nimmt so mancher – und dazu zähle ich mich auch – diese Nachricht mit gemischten Gefühlen und sorgenvollen Gedanken auf. Wir bewegen uns „auf dünnem Eis“. Das erfordert verantwortliche und äußerst sorgsame Schritte, bei der Organisation und Gestaltung der Gottesdienste.

Man kann sicher sagen, dass es die „Normalität“ aus der Zeit vor der Corona-Krise zunächst nicht geben wird. Ich frage mich: Wird es sie überhaupt noch einmal so geben? Denn die vergangenen und die künftigen Wochen und Monate haben uns verändert und werden uns verändern. Sie verändern die Einstellung zum Leben und zu dem, was Menschen bedeutsam ist. Sie helfen uns, mehr Solidarität einzuüben, zu zeigen und zu leben. Und vieles mehr. In all dem liegt auch ein großer Segen. Dem gilt es Raum zu geben und ihn nicht aufs Spiel zu setzen.

Die Rahmenbedingungen, die uns das Bistum mitgeteilt hat, geben Möglichkeiten, die Form und Ausprägung der Gottesdienste zu gestalten. Die Hauptamtlichen im Dekanat haben sich bewusst entschieden, sehr behutsam an die Umsetzung der öffentlichen Feiern der Sonntagsgottesdienste heranzugehen. Die inhaltliche Gestaltung am 2./3. Mai wird von wenigen und zugleich schönen Liedern, von Gebet, Lesungstexten, Musik, einem kurzen Impuls, Stille, Fürbitten und Segen geprägt sein. Wir werden uns dafür ca. 30 Minuten Zeit nehmen. Also ein bewusst der Situation angemessen zeitbegrenzter Gottesdienst. Dazu kommen entsprechende Vorkehrungen, die wir im Kirchenraum treffen werden. Das heißt konkret: Es wird im Eingangsbereich die Möglichkeit bestehen, die Hände zu desinfizieren. In den Bänken wird markiert sein, wo ein Platz eingenommen werden kann. Die Anzahl der Gottesdienstteilnehmer ist dadurch begrenzt. Sollten nicht ausreichend Plätze zur Verfügung stehen, werden wir überlegen, welches Angebot wir zusätzlich geben können. Wir bitten um Ihr Verständnis. Sofern Sie selbst ein Gotteslob besitzen, bringen Sie es bitte mit. Unsere Kirchen sind tagsüber weiterhin von 8.30 – 18.00 Uhr zum Verweilen in Stille und Gebet geöffnet. Soweit für jetzt. Ich bin zuversichtlich, dass wir uns mit der entsprechenden Umsicht gut in die neue und ersehnte gemeinschaftliche Gottesdienstfeier einfinden. Wachsen wir in dieser Zuversicht und bleiben wir auf Abstand achtsam füreinander!

Herzliche Grüße auch im Namen von P. Joseph Mannaparambil und Pastoralreferent Christoph Knuf

Ihr Christoph Gerdemann