Wer sich kurz vor dem Jahr 1960 von Münster aus Heessen näherte, kam vor der Bahn in die neu errichtete Gartenstadt Dasbeck mit über 1.200 Wohnungen. Es entstand ein Seelsorgebezirk in dem seit Ende 1970 regelmäßige Sonntagsgottesdienste stattfanden. Allerdings konnte zunächst nur in der in der Turnhalle der Matthias-Claudius-Schule die sonntägliche Eucharistie gefeiert werden. 1974 entstand dann ein selbständiges Pfarrrektorat, bestehend aus der Gartenstadt Dasbeck und der Bauernschaft Frielick. 1978 erfolgte dann die Pfarrerhebung. Damit hatte Heessen nach St. Stephanus, St. Josef, St. Theresia mit St. Marien die vierte Kirchengemeinde erhalten.

Auch Dank der engagierten Tätigkeit entstand in den Jahren 1984-86 durch die Kölner Architekten Schilling und Kulka unsere heutige Filialkirche St. Marien mit 300 Sitzplätzen.

Unsere Kirche St. Marien ist, um sie mit wenigen Worten zu kennzeichnen, ein Zentralbau als quadratischer Sockelbau, aufsteigend zum kreuzförmigen Baukörper mit gegiebelter Decke unter Satteldächern, Altarinsel im Westen, durch Laterne und Mauerkonche akzentuiert, quadratischer Turm im Südosten unter Pyramidendach. Eine Sakristei ist im nördlichen Sockelbau integriert. Das gelbrote Ziegelmauerwerk wurde in Specklagentechnik mit Kupferblechdeckung errichtet. Die Stockmann-Orgel (1996) hat 23 Register auf zwei Manualen und Pedal, die Spieltraktur ist mechanisch. Der zweiteilige Prospekt fügt sich zubeiden Seiten des Fensters in die Architektur der Kirche ein. Ihre 5 Glocken: e’, 123cm, a’, 91cm, h’, 80cm, cis’’, 72cm, e’’, 59cm sind aus Bronze und entstammen (1986) der Glockengießerei Petit und Edelbrock, Gescher.

Zum 1. Advent 2004 wurde aus den bis dahin selbständigen vier Katholischen Kirchengemeinden St. Stephanus, St. Josef, St. Theresia und St. Marien durch Verfügung des damaligen Diözesanbischofs Dr. Reinhard Lettmann die „Katholische Kirchengemeinde Papst Johannes“ mit der Pfarrkirche St. Stephanus.